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Jakobsweg2018-12-18T12:07:38+00:00

JAKOBSWEG – weshalb wir pilgern

Gemeinsam sich auf den Weg machen, sich loslösen vom Alltag, in langsamen Schritten mit wenig Gepäck unterwegs sein, wechselnde Landschaften entdecken, spirituelle Impulse hören und verinnerlichen, gemeinsames Singen und in Stille Schritt um Schritt vorwärts kommen, sich austauschen in der Gruppe, dies sind die wichtigsten Stichworte des Pilgerns.
Das gemeinsame Gehen bei Sonne, Regen und Schnee lässt die Pilgernden zur inneren Ruhe kommen und macht sie frei von Belastendem und öffnet den Blick auf Neues. Der ruhige Rhythmus der eigenen Schritte führt zum sich «Eins-fühlen» mit sich, der Umwelt und mit Gott.

Der Jakobsweg

Der Jakobsweg ist eine der bekanntesten Pilgerrouten Europas. Tausende von Menschen pilgern jährlich auf den verschiedenen ausgeschilderten Routen durch ganz Europa, und speziell durch Spanien, zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela.

Nicht nur die Mischung aus Naturerlebnissen und historischen Bau- und Kunstwerken sind einzigartig, sondern auch die Begegnung mit anderen Pilgern und der Bevölkerung in den verschiedenen Ländern.

Der Apostel Jakobus

Ein Apostelgrab im spanischen Santiago de Compostela

Als im 9. Jh. in Compostela auf ganz wundersame Weise ein spezielles Grab entdeckt wurde, erwachten die alten Überlieferungen vom Apostel Jakobus zu neuem Leben.

Nach diesen Erzählungen hatte Jakobus der Ältere nach dem Tod Jesu eine Predigtreise in den Westen unternommen und er wurde nach seinem eigenen Märtyrertod im Jahre 44 (Apg 12,1-2) von seinen Jüngern von Jerusalem nach Galizien gebracht und dort bestattet.

Pilgerschaft aus nah und fern

Nach der Entdeckung des Grabes entwickelte sich eine regionale Wallfahrt. Bald wurde der Ort europaweit bekannt. Die Wallfahrt aus der Schweiz setzte etwa im 13. Jht. ein.

Pilgern (oder Wallfahren) hat eine lange Geschichte. Das war früher eher eine Angelegenheit für Männer. Die Pilger waren aus verschiedenen Gründen zu den heiligen Orten unterwegs: Dank für Errettung aus Not, Hoffnung auf Erfüllung eines Anliegens, Busse für ein schweres Vergehen.

Die Jakobsmuschel

Zu den Darstellungen des Apostels Jakobus gehört seit frühen Zeiten die Muschel, wie bei anderen Aposteln das Schwert oder das Buch. Die Pilger selber kennzeichneten sich gerne mit der Muschel aus dem Mittelmeer.

Die stilisierte gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund ist das Erkennungszeichen des Jakobsweges in ganz Europa.

Jakobsweg_Symbol

Pilgern einst und jetzt

Die Wallfahrtspraxis passte sich im Laufe der Zeit jeweils den neuen Umständen (Krieg und Frieden, polit. Bündnisse, Epidemien) an.

Heute hat das Pilgern von Frauen und Männern, sehr oft betont als ein Miteinander unterwegs Sein, ein eigenes Gesicht.

Jakobswege der Schweiz

Auf den Wegen zwischen einzelnen Zentren, die wir heute als Jakobswege begehen, waren früher neben den Pilgern unterschiedliche Bevölkerungsgruppen unterwegs: Landleute, Handwerker, Studenten, Händler, Ritter, Soldaten, Vaganten.

Die Routen des Jakobsweges in der Schweiz führten auch Pilger aus weiter entfernten Gebieten (Süddeutschland, Osteuropa) in Richtung Westen. Sie berührten immer die bekannten regionalen Wallfahrtsorte.

Jakobswege der Schweiz